Seit 1911 findet der Internationale Frauentag statt. Am 8. M?rz demonstrieren Menschen weltweit für gleiche Rechte und ein selbstbestimmtes Leben. 澳门赌场注册,博狗网上赌场 fordern u. a. Chancengleichheit im Arbeitsalltag, gleichen Lohn für gleiche Arbeit und die Aufteilung der Sorgearbeit. Auf Demonstrationen und Veranstaltungen machen sie auf Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern aufmerksam, die sich in verschiedenen Bereichen abzeichnen. Diese Unterschiede treten auch unter Start-up-Gründer*innen auf.
Katharina Guth und Jil Schlüter sind Gründungscoaches in der garage33, dem Gründungszentrum der Universit?t Paderborn, und gehen darauf in einem Interview ein. 澳门赌场注册,博狗网上赌场 erkl?ren u. a., warum Frauen weniger gründen und welche Rolle Hochschulen in diesem Zusammenhang spielen.
Laut dem Female Founders Monitor 2025, einer Studie des Startup-Verbands und der Bertelsmann Stiftung, liegt der Anteil an Start-up-Gründerinnen in Deutschland bei rund 19 Prozent. Warum gründen Frauen deutlich weniger Start-ups als M?nner?
Zum einen sto?en Frauen beim Gründen noch immer auf strukturelle Hürden, etwa beim Zugang zu Finanzierung, Netzwerken oder Vorbildern. Nach wie vor gehen 91 Prozent aller Investments an rein m?nnliche Teams und generell ist die Start-up-Szene sehr m?nnlich gepr?gt. Zudem kommen gesellschaftliche Erwartungen und ungleiche Belastungen, z. B. durch Care-Arbeit, also famili?re Betreuung, Pflege und Verantwortung, hinzu. Das sind Faktoren, die die Entscheidung zur Gründung erschweren. Zum anderen gründen Frauen h?ufig in Branchen, die weniger Risikokapital anziehen, obwohl sie gesellschaftlich von hoher Relevanz sind, wie z. B. Bildung, Nachhaltigkeit oder der soziale Sektor. Solange die Rahmenbedingungen nicht chancengleich sind, bleibt weibliches Unternehmertum unterrepr?sentiert – trotz hoher Motivation und Kompetenz.
澳门赌场注册,博狗网上赌场 beraten w?hrend der Gründungscoachings Menschen mit vielen unterschiedlichen Ideen und Vorstellungen. Nehmen 澳门赌场注册,博狗网上赌场 auch Unterschiede in den Themen oder Fragestellungen wahr, mit denen Frauen und M?nner in die Beratung kommen?
In der Beratung f?llt auf, dass Gründerinnen ihre Ideen oft schon lange mit sich herumtragen, sehr sorgf?ltig vorbereiten und einen starken Fokus auf Sinn, Nachhaltigkeit und gesellschaftlichen Mehrwert legen. 澳门赌场注册,博狗网上赌场 sind motiviert durch Problemstellungen, die sie pers?nlich berühren und sch?tzen eher vorsichtig ein, was realistisch erreichbar ist, obwohl ihre Erfolgschancen objektiv nicht geringer sind. M?nner sind dagegen h?ufiger motiviert durch eine rein wirtschaftliche Sichtweise und neigen tendenziell eher dazu, ambitionierte Ziele schon früh sehr offensiv zu formulieren. 澳门赌场注册,博狗网上赌场 legen zudem den Fokus auf technologische Skalierbarkeit, die Automatisierung von Prozessen und die Entwicklung marktver?ndernder Innovationen. Dementsprechend sind sie pr?senter in Bereichen wie Logistik, Elektrotechnik und Maschinenbau. Au?erdem sprechen sie tendenziell früher über Finanzierung und Wachstum, w?hrend Frauen meist st?rker Team- und Wertefragen betonen. Zahlreiche Studien belegen mittlerweile, dass diese Perspektiven sich wertvoll erg?nzen und geschlechtsdiverse Teams deshalb besonders erfolgreich sind.
Mehr als die H?lfte der Start-up-Gründer*innen haben einen Hochschulabschluss. Damit bilden Studierende eine zentrale Gruppe mit Blick auf zukünftige Gründer*innen: Welche Rolle spielen Hochschulen dabei, mehr Frauen für die Gründung eines Start-ups zu ermutigen und zu unterstützen?
Hochschulen spielen eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, Gründung als Karriereoption sichtbar zu machen und auch weibliche Vorbilder zu pr?sentieren. Dies ist wichtig, denn w?hrend 40 Prozent der m?nnlichen Studierenden eine Unternehmensgründung in Betracht ziehen, sind es nach dem Female Founders Monitor 2025 bei den Frauen aktuell nur 21 Prozent. Gerade hier kann man früh Begeisterung wecken und Frauen best?rken, ihre Ideen auszuprobieren. Wichtig sind R?ume, in denen Fehler erlaubt sind und Austausch auf Augenh?he stattfindet – ob durch Gründerinnen-Netzwerke, Mentoring oder praxisnahe Formate. Je offener und zug?nglicher die Gründungsf?rderung ist, desto mehr Studierende trauen sich, diesen Schritt tats?chlich zu gehen. In der garage33 bieten wir den Raum, in dem Gründerinnen sich austauschen, ein Netzwerk bilden und Unterstützung erfahren, z. B. durch offene Sprechstunden und Beratung zu F?rderm?glichkeiten.
Was k?nnen 澳门赌场注册,博狗网上赌场 jungen Frauen mit auf den Weg geben, die ein Start-up gründen m?chten?
Es wird Tage geben, an denen das ?Imposter-Syndrom“ laut anklopft, also die Angst nicht gut genug zu sein und nur scheinbar kompetent zu wirken. Das ist v?llig normal. Der Unterschied zwischen denen, die gründen, und denen, die es lassen, ist nicht die Abwesenheit von Angst – sondern die Entscheidung, es trotzdem zu tun. Dabei hilft es, ein klares Bild der eigenen St?rken zu erstellen. Denn viele Gründerinnen untersch?tzen ihre vorhandenen Kompetenzen. Ein strukturierter Blick auf Erfahrungen, F?higkeiten und bereits gemeisterte Herausforderungen schafft genau dann Selbstvertrauen. Au?erdem hilft es, früh Kontakt zu einem unterstützenden Netzwerk aufzunehmen und sich Vorbilder zu suchen. Der Austausch mit anderen Gründerinnen senkt die Hemmschwelle, weil Sorgen normalisiert und konkrete L?sungen sichtbar werden.
Weitere Informationen zum Gründungscoaching gibt es auf der Webseite der garage33.